MANI Bläuel, das erste Bio-Olivenöl Griechenlands, ist bereits seit vielen Jahren fest auf dem Markt etabliert! Aber wer sind die Menschen hinter dieser Marke und was ist ihre Geschichte?

Der Österreicher Fritz Bläuel kam in den 1970er Jahren nach Griechenland, genauer gesagt in die Region Mani. Er hatte den Traum von einem alternativen Leben, sich so weit wie möglich autark zu versorgen und größtenteils von selbst angebautem Obst und Gemüse zu ernähren. Zunächst verdiente er sich sein Geld als Helfer bei der Olivenernte. Damals war es durchaus noch üblich, die Olivenhaine und Felder in der Mani per Flugzeug aus der Luft mit Pestiziden zu besprühen.

Foto: © Fritz Bläuel Archive

Achtung vor Mensch und Natur

Durch viel Überzeugungsarbeit gelang es dem Bio-Pionier schließlich, einige Bauern für die Idee der ökologisch betriebenen Landwirtschaft zu gewinnen. Seine Ehefrau Burgi, eine studierte Musikerin, unterstützte ihn während der gesamten Zeit tatkräftig, denn für beide gehört die Achtung vor Mensch und Natur zu den wichtigsten ethischen Grundsätzen. Ihre Vision, ihre Begeisterung, aber auch ihre wirtschaftliche Weitsicht trugen langsam Früchte, so dass Fritz Bläuel 1980 seine erste Olivenöl-Abfüllung, damals noch von ihm persönlich und per Hand, feiern konnte.

Mehr und mehr Oliven-Bauern der Region schlossen sich der praktizierten Philosophie in Einklang mit Mensch und Natur an und entschieden sich für den ökologischen Anbau. Ihnen wurde bewusst, dass in der Produktion von qualitativ hochwertigem Bio-Olivenöl auch in ökonomischer Hinsicht eine Chance für die Zukunft liegt. Im Jahr 1991 wurde der Traum dann Realität – das erste griechische Olivenöl in Bio-Qualität kam auf den Markt. Ein Meilenstein im gesamten Agrarwesen des Landes!

Menschlichkeit, Respekt und Teamgeist im Fokus

Für Sohn Felix stand früh fest, dass er in das Familienunternehmen einsteigen würde. Nach seinem Studium in Business-Administration und Marketing leitet er heute die Firma Bläuel. Er engagierte sich besonders für den Erhalt des Biosiegels „Naturland Öko & Fair“, dessen Standards wesentlich strenger sind als die der Europäischen Union. Dieses Zertifikat wurde dem Bio-Olivenöl der familieneigenen Marke MANI Bläuel dann 2014 auch verliehen.

Foto: © Fritz Bläuel Archive


Das Unternehmen beschäftigt heute insgesamt rund 50 Mitarbeiter*innen, die zum Teil bereits seit mehreren Jahrzehnten zur Familie gehören. Menschlichkeit, Respekt und Teamgeist prägen das Klima in der Firma. Im Gegensatz zu einem autoritären Führungsstil sind bei den Bläuels, die sich mittlerweile zum größten Arbeitgeber in der Gegend entwickelt haben, Meinungsaustausch und Eigenverantwortung ausdrücklich erwünscht. Der Erfolg ihres Bio-Öls auf dem internationalen Markt sichert auch das Einkommen der Kleinbauern, die ihre Oliven an die Firma Bläuel liefern. Die verlässliche Abnahme ihrer Ernte zu fairen Konditionen und der partnerschaftliche Umgang miteinander sind keine Selbstverständlichkeit.

Foto: © Fritz Bläuel Archive

Intensiver Zusammenhalt und gelebte Nachhaltigkeit

Die Olivenpressen in der Region werden während der Erntezeit regelmäßig zu einem Treffpunkt von Dorfbewohner*innen, Mitarbeiter*innen und Familienmitgliedern. In den gemeinsamen Mittagspausen, zu denen jeder seinen Teil beisteuert, drückt sich der intensive Zusammenhalt der Gemeinschaft aus. Die Wertschätzung von Natur und Umwelt äußert sich in der ressourcenschonenden Verarbeitung der Produkte und dem Schutz der jahrtausendealten Kulturlandschaft der Mani. Die gelebte Nachhaltigkeit wird auch in einem anderen Projekt der Familie Bläuel deutlich: dem ersten zertifizierten Bio und Veggie Hotel in Griechenland. Die traumhaft gelegene Anlage „Mani Sonnenlink“ ist das „Baby“ von Burgi Bläuel. Hier können die Gäste bei Gesprächen und in Seminaren vieles über die Mani und den Umgang mit der Umwelt erfahren. Der Austausch mit anderen über ihre Lebensphilosophie ist Familie Bläuel auch heute noch ein außerordentliches Bedürfnis, ebenso wie das Engagement in verschiedenen sozialen und kulturellen Projekten.

Foto: © Nikos Chrisikakis