Muscheln – die Perle des Meeres

Muscheln gehören zu den skelettlosen Weitieren (Molluska) und besitzen zwei harte Schalenhälften. Auf der ganzen Welt gibt es ungefähr 10.000 verschiedenen Arten. Jede von ihnen bestimmt durch ihren Eigengeschmack. Muscheln zählen zu den ersten Meerestieren, die unsere Vorfahren verzehrt haben, weil man sie leicht mit der Hand von Felsen oder Steinen, im Sand oder Schlick ernten konnte. Einige wilde Muscheln können an einigen Stellen heute noch geerntet werden, doch seit der Antike werden sie systematisch gezüchtet. Zur Zucht eignen sich besonders Miesmuscheln, Austern und Venusmuscheln. Gezüchtete Muscheln sind populär, weil ihre Produktion kontrolliert wird, sie größer und fleischiger sind.

Muscheln und Gesundheit

Muscheln gehören zu den Nahrungsmitteln, die man entweder liebt oder hasst. Unabhängig davon sind sie aber sehr gesund: Sie enthalten Eiweiß und wichtige Mineralien wie Phosphor, Eisen, Zink und die wertvollen Vitamine B1, B2 und B12. Ebenso finden sich Omega-3-Fettsäuren, welche sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken.

Muscheln können Allergien auslösen. Dafür ist das Protein Tromycin zuständig. Weiterhin kann der Verzehr von rohen oder nur wenig gekochten Muscheln aufgrund von bestimmten Krankheitserregern gesundheitliche Probleme wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Muskelschwäche verursachen.

Kauf und Aufbewahrung

Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass die Muscheln geschlossen sind oder sich schließen, wenn man leicht darauf klopft. Bleiben sie geöffnet, lieber aussortieren. Kaufen Sie auf keinen Fall kaputte Muscheln- diese sind ungenießbar.

Früher galt die Regel, dass Muscheln nur in Monaten gegessen werden durften, die einen Buchstaben R im Namen haben. Somit war die Zeit vom Mai bis August ausgeschlossen. Grund war die Tatsache, dass sich Muscheln von Algen ernähren und diese sich in den Sommermonaten besonders stark vermehren und Biotoxine bilden. Biotoxine sind für Menschen giftig und können zu Durchfall oder Erbrechen führen. Weiterhin laichen Muscheln in dieser Zeit, was sie nur bedingt genießbar macht. Heute wird die Regel nicht so konsequent gehandhabt, denn kultivierte Muscheln werden das ganze Jahr über gesammelt und verzehrt. Wilde Muscheln jedoch werden immer noch in den Monaten März, April, Oktober und November geerntet.

Es ist besser, Muscheln am Tag des Kaufs frisch zu essen. Sollen sie aber nicht sogleich verzehrt werden, können Muscheln in einem feuchten Handtuch gewickelt in einem Topf für höchstens 2 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Zubereitung

Muscheln müssen vor dem Essen auf jeden Fall gekocht werden. Das Öffnen dauert einige Zeit. Essen Sie auf keine Fall Muscheln, die sich während des Kochens nicht geöffnet haben. Weiterhin sollte Sie darauf achten, dass frische Muscheln beim Kochen den Geruch von Meerwasser verströmen. Riechen Sie nach Fisch oder Ammoniak, ist es besser, sie zu entsorgen.

Der einfachste Weg, Muscheln zuzubereiten, ist einem Topf oder in einer Pfanne: Hierzu etwas Weißwein mit Pfeffer, Petersilie, Schnittlauch oder getrockneten, fein gehackten Zwiebeln erwärmen. Muscheln zugeben und Deckel geschlossen halten. Wenn die Muscheln anfangen, sich zu öffnen, gut durchmischen, noch etwas zugedeckt lassen und sofort warm servieren. Sie können aber auch nur das Fruchtfleisch ohne die Schale kochen und damit verschiedene Gerichte zubereiten: Reis mit Muscheln (Mydopilafo), verschiedene Suppen zusammen mit anderen Fischsorten oder aber die berühmte spanische Paella.

Unser kulinarischer Vorschlag https://www.fetakoch.de/rezepte/miesmuscheln-weissweinsosse .

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